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ANSPIELPUNKTE
– Anspielpunkte oder Tracks nennt man die Zeitintervalle auf einer
CD, die von einem CD-Player einzeln angezeigt und angespielt
werden können. Bei Musik-CDs ergibt sich die Tracksetzung
einfach aus der Zahl der Songtitel. Schwieriger ist die Bestimmung
der Anspielpunkte bei Hörbüchern: Wenn ein gelesener Text zu
lang ist, muss er inhaltlich sinnvoll geteilt werden. Verantwortlich
für die stimmige inhaltliche Trennung ist der Hörbuchproduzent
oder -regisseur.
BOOKLET
– Ohne geht’s nicht. Ein der CD beigefügtes oder „eingeschossenes“
Heftchen mit mindestens vier Seiten Umfang, das alle
wichtigen Infos zu Autor, Sprechern, Inhalt und Aufnahme enthält.
Bei Jewel Cases (sprich: durchsichtigen CD-Hüllen) ist das
Cover des Booklets zugleich das Cover der CD. Zweiseitige
Booklets heißen nicht Booklets, sondern Inlay Cards. Neben der
Hörbuch-Verpackung sind Umfang und Inhalt des Booklet weitere
wichtige Merkmale, die besondere Wertigkeit signalisieren.
CD
– Die Compact Disc, kurz CD, ist ein digitales Speichermedium,
das Anfang der 80er Jahre entwickelt wurde, um die herkömmliche
Vinyl-Schallplatte (und später die MC) als Tonträger abzulösen.
Bessere Tonqualität, geringerer Verschleiß, Laufzeiten bis
88 Minuten und die Erweiterung in andere Formate (mit deutlich
erhöhter Speicherkapazität als CD-ROM und DVD) haben der
CD zum Siegeszug verholfen, der inzwischen aber durch das
vom Fraunhofer Institut entwickelte MP3 gefährdet ist. MP3 ist
ein im Internet weit verbreitetes Dateiformat zur Audiokompression,
das sich die psychoakustische Tatsache zu Nutze macht,
dass der Mensch zwei Töne erst ab einem gewissen Mindestunterschied
der Tonfrequenz unterscheiden kann. Man nimmt
vor und nach sehr lauten Geräuschen leisere Geräusche für
kurze Zeit schlechter oder gar nicht wahr. Für ein Speichermedium
heißt das, dass man das Ursprungssignal nicht vollständig
abspeichern muss, sondern nur den Teil, der vom menschlichen
Ohr wahrgenommen werden kann. Dieses vom Decoder entschlüsselte
Signal „klingt“ zwar original, ist es aber nicht, weil
wichtige Informationen des Ursprungssignals fehlen. Das MP3-
Format kann aufgrund seiner Komprimierung auf CDs gespeichert
werden, die allerdings von einem herkömmlichen CD-Player
nicht abspielbar sind.
DOWNLOADS
– Genauso wie das legale Herunterladen von Musik aus dem
Internet sind Downloads kompletter Hörbücher mittlerweile gang
und gäbe. Zahlreiche Portale gibt es schon, sogar Spezialanbieter
nur mit Sachthemen oder nur für Kinder und Jugendliche.
Zusammengerechnet sind etwa 3000 Hörbücher als Download
erhältlich. Dass es noch nicht alle CD-Titel sind, liegt an der ungeklärten
Rechtesituation für viele Produktionen. Eine wichtige
Rolle spielen Downloads auch in der Verlagswerbung, weil die
Websites fast aller Hörbuchverlage Hörproben zum Herunterladen
anbieten.
EMPFEHLUNGSLISTEN
– dienen sowohl Buchhändlern wie auch Hörbuchkäufern als Orientierungshilfen
in einem immer größer werdenden Hörbuchmarkt.
Im Unterschied zu Bestsellerlisten geht es bei Empfehlungslisten
nicht um Verkaufszahlen, sondern um die Qualität eines Hörbuchs.
Ein besonderer Schwerpunkt sind Empfehlungen an jüngere Hörer.
ERSTHÖRER
– Der ominöse Ersthörer erfreut die Hörbuchverlage vor allem
deswegen, weil es davon immer mehr gibt, und vier von
fünf Ersthörern dem Medium auch in Zukunft treu bleiben.
GEMA
– Kurz für: Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische
Vervielfältigungsrechte. Die staatlich anerkannte Treuhänderin
verwaltet die Nutzungsrechte der Musikschaffenden, d. h. sie
sorgt dafür, dass Komponisten, Textdichter und andere Urheber
an den Einnahmen durch GEMA-Gebühren beteiligt werden, die
beim öffentlichen Abspielen von Musik fällig werden – gleichgültig
ob in einer Diskothek, auf einem Konzert, im Radio oder in einer
Buchhandlung.
HÖRSTATIONEN
– Was für den Kunden bei einem Buch relativ problemlos möglich
ist, natürlich das Blättern und Schmökern in einem Titel, bedarf
beim Hörbuch einer Abspielmöglichkeit. Anstelle eines einfachen
CD-Players sind immer mehr Buchhandlungen mit einer sogenannten
(Ab)-Hörstation ausgestattet. Dabei zeigt sich, dass
diese in der Regel den Hörbuch-Umsatz anwachsen lässt, was
u. a. daran liegt, dass für den Kunden auch Hörproben von Titeln
verfügbar sind, die die Buchhandlung gerade nicht vorrätig hat,
die aber bestellt werden können. Zum Teil kooperieren die
Barsortimente mit den Anbietern von Hörstationen und bieten
diese den Buchhandlungen zu vergünstigten Konditionen an.
HÖRBUCH
– Ein Hörbuch, manchmal auch Audiobook genannt, ist ein auf
Tonträger gespeicherter Text, der an die alte Tradition des
mündlichen Erzählens anschließt und durch die Interpretation
des Sprechers eine ganz besondere Wahrnehmung des
Erzählten erlaubt. Selbst eine einfache, ungekürzte Hörbuchlesung
kann so gegenüber der Buchvorlage durch die Auswahl
eines bestimmten Sprechers einen eigenständigen Charakter
bekommen. Deutlich mehr Möglichkeiten der Dramatisierung
bietet eine inszenierte Lesung mit Musik (und/oder Geräuschen)
oder eine Lesung mit mehreren Sprechern, obwohl eine Dramatisierung
des Textes selbst nicht vorliegt. Genau dies leistet
ein Hörspiel, nämlich eine dramatisierte Hörfassung eines Textes
mit verteilten Sprecherrollen. Dabei muss im eigentlichen Sinn
nicht einmal eine Buchvorlage existieren: Das klassische Hörspiel
ist eine fürs Radio entstandene Kunstform, deren Wurzeln im
Bereich Film und Theater liegen und das mit Elementen wie
Stimmenmontagen, Geräuschen, Musik, Dialogen und Erzählpassagen
ein eigenständiges Werk schafft – nicht selten auch
mit außergewöhnlicher Wirkung. Als Orson Welles am 30. Oktober
1938 mit seiner Hörspielversion von H.G. Wells Krieg der
Welten auf Sendung ging, meldeten sich zahlreiche Einwohner
New Yorks völlig beunruhigt bei der Polizei, weil sie den im
Hörspiel geschilderten Angriff der Marsbewohner auf die Erde für
echt hielten.
– Eine zweite besondere Kunstform, die der Hörfunk hervorgebracht
hat, ist das Radio-Feature. Während sich das Hörspiel
mehr an fiktionalen Texten orientiert, hat das Feature häufig
dokumentarischen Charakter und stellt Sachthemen oder biografische
Inhalte in den Mittelpunkt, ohne dass es dabei auf
O-Töne, Spielszenen oder atmosphärische Elemente verzichten
muss.
H
Sehr am Rande:
Die erste Schallaufzeichnung
der Geschichte gelang
Thomas Alva Edison im
Jahre 1877. Edison rief das
Wort ,,Hallo“ gegen eine
Membran, sein Gerät zeichnete
die Schallwellen als
Vertiefung auf einer mit
Wachspapier bespannten
Walze auf. Als er das Papier
wieder auf der mit einer
Nadel versehenen Membran
vorbeibewegte, wiederholte
die Maschine: „Hallo“.
Am 6. Dezember 1877
sprach Edison „Mary had a
little lamb“ in seinen Phonographen
– und mit diesem
Kindervers begann die
Geschichte des Hörbuchs.
Emil Berliner verbesserte
den Phonographen Edisons
weiter. Er erfand 1887
den Flachplattenspieler
oder das Grammophon.
KOPIERSCHUTZ
– Unter Kopierschutz versteht man ganz allgemein eine technische
Vorrichtung, die Daten davor schützen soll, von Unbefugten kopiert
zu werden. Doch wer ist ein unbefugter, wer ein befugter
Nutzer? Der Gesetzgeber erlaubt das Kopieren von Daten für
private Zwecke und macht damit das Anbringen eines Kopierschutzes
bei digitalen Tonträgern zu einer auch rechtlich fragwürdigen
Angelegenheit. Zudem bereitet mancher Kopierschutz
auch technische Probleme: So werden bei Audio-CDs absichtliche
Fehler im Dateiformat eingebaut, die das Kopieren erschweren
sollen. Bei normalen CD-Playern bleibt dieser Fehler folgenlos,
weil sie den Kopierschutz ignorieren; CD-ROM-Laufwerke versuchen
dagegen, die fehlerhaften Daten zu lesen, was zu Fehlermeldungen
und Abstürzen führen kann. Viele Autoradios und
tragbare CD-Player basieren auf der sehr kostengünstigen CDROM-
Technik und können deshalb kopiergeschützte CDs nicht
abspielen.
LÄNGE/LAUFZEIT
– Ursprünglich sollte die von Philips entwickelte Compact Disc
60 Minuten Lauflänge haben. Nach dem Zusammenschluss von
Philips und Sony wurde aber der Wunsch des damaligen Vizepräsidenten,
Norio Ohga, Beethovens 9. Sinfonie auf einen Tonträger
pressen zu können, erfüllt. Ohgas Lieblingsaufnahme mit
Herbert von Karajan dauerte zwar nur 66 Minuten, doch die
Techniker orientierten sich an der damals längsten Fassung,
einer Aufnahme mit Wilhelm Furtwängler aus dem Jahr 1951 –
und die war exakt 74 Minuten lang. Die ersten CDs haben deshalb
eine maximale Lauflänge von 74 Minuten. Inzwischen liegt
die sogenannte Philipsnorm bei 79 Minuten 41 Sekunden.
Außerdem ist mit der SA 88 eine CD mit 88 Minuten Lauflänge
auf dem Markt. Eine MC hat übrigens eine maximale Laufzeit
von 120 Minuten. In der Regel werden MCs aber nur bis zu 90
bzw. 100 Minuten Länge angeboten, denn je länger die Spieldauer,
desto länger und damit dünner wird das Band – und
umso empfindlicher. Eine DVD enthält Audiomaterial von bis zu
60 Stunden und mehr.
MEHRWERTSTEUER
– Die Mehrwertsteuer liegt in Deutschland z. Zt. bei 16 %, ab
1. Januar 2007 wird der Steuersatz auf 19 % angehoben. Ein
verminderter Steuersatz von 7 % gilt (auch nach dem 01.01.07)
u. a. für Bücher und Zeitungen; Einräumung, Übertragung und
Wahrnehmung von Rechten, die sich aus dem Urheberrechtsgesetz
ergeben; Lebensmittel (nicht jedoch Getränke, Ausnahme:
Milch, unabgefülltes Wasser), den öffentlichen Personenverkehr,
Blumen und Tiernahrung. Der MwSt.-Satz in Österreich
liegt bei 20 %, der ermäßigte – für Bücher, Lebensmittel, Kulturveranstaltungen
… – bei 10 %.
Hörbücher werden als Non-Books versteuert (und sind als Non-
Books auch nicht preisgebunden!) also mit dem jeweils vollen
MwSt.-Satz!
PODCASTS
– sind 5- bis 20-minütige Audio-Dateien, die automatisch aus
dem Internet heruntergeladen und auf den PC oder den angeschlossenen
MP3-Player übertragen werden, nachdem man
einmalig festgelegt hat, welches „Audio-Abonnement“ man
haben möchte. Es gibt bereits Millionen solcher Podcasts, vor
allem von Privatpersonen, aber auch von Unternehmen, z. B. bei
der ARD die Tonspur der Tagesschau. Oft werden Podcasts
auch für kurze Hörbücher oder für Rezensionen von Hörbüchern
genutzt. Gerade bei der Internet-affinen Zielgruppe geht der
Trend eindeutig in Richtung „Audio-Zeitung“. Manche Experten
rechnen schon mit einer langfristigen Ablösung der normalen
Zeitung. Für einen großen Schub hat zusätzlich die Integration
von Podcasts in die iTunes-Software von Apples Musikportal
gesorgt.
PREISBINDUNG
– Hörbücher sind nicht preisgebunden, d. h. die von den
Hörbuchverlagen angegebenen Preise sind unverbindlich
empfohlene Ladenpreise.
PREISE UND AUSZEICHNUNGEN
– Welches sind die besten Hörbücher des Monats oder des ganzen
Jahres? Die Antwort versuchen verschiedene Hörbuchpreise
zu geben. Unterscheiden kann man – vereinfacht gesagt –
zwischen von Kritikern und vom Publikum verliehenen Preisen.
Vorreiter war der Hörspielpreis der Kriegsblinden, der seit 1950
dem besten in deutscher Sprache im Radio gesendeten Hörspiel
verliehen wird. Zu den wichtigsten Hörbuchpreisen der
Gegenwart zählen: hr2-Bestenliste und Jahrespreis, Deutscher
Hörbuchpreis, Preis der deutschen Schallplattenkritik, Corine
sowie der Publikumspreis Hörkules. Mit insgesamt 23.300 Euro
ist der im Rahmen der LitCologne verliehene Deutsche Hörbuchpreis
eine der höchstdotierten Auszeichnungen.
RECHTE
– Bevor ein Hörbuch produziert und veröffentlicht werden kann,
müssen vom Hörbuchlabel umfangreiche Urheber- und Leistungsschutzrechte
eingeholt werden. 1. Audiorechte am Stoff
(Urheberrecht), entweder direkt beim Autor, bzw. bei seinen
Erben, seiner Agentur, oder bei seinem Verlag; bei ausländischen
Stoffen müssen oft beim Originalverlag die Audiorechte
und beim deutschen Verlag die Rechte für die Übersetzung eingeholt
werden. Unterschieden wird dabei auch zwischen Rechten
für Lesungen mit einer Stimme, Lesungen mit mehreren
Stimmen, Dramatisierungen (Hörspiel). 2. Rechte an der Darbietung
des Künstlers bzw. der Künstler (Leistungsschutzrechte).
3. Musikrechte (Urheberrechte), dabei auch das Recht zur Verwendung
einer vorhandenen Aufnahme von einem anderen
Tonträger (Produktionsrecht), oder das Recht, eine Melodie neu
zu arrangieren. Jeder Rechteinhaber hat laut Gesetz Anspruch
auf eine „angemessene Vergütung“.
REKLAMATIONEN
– Auch bei CDs kann es zu Fehlern bei der Wiedergabe kommen,
die das Hörvergnügen beeinträchtigen. Häufigster Grund ist die
Verschmutzung der CD auf der unbedruckten Seite durch Fingerabdrücke,
die das Abtasten der CD durch den Laser erschweren
oder verhindern. CDs sollten deshalb nur festgehalten
werden, indem man mit dem Zeigefinger in den ausgestanzten
Kreis in der Mitte der CD greift und mit dem Daumen an den
Außenrand fasst. Wenn Kunden eine CD reklamieren, muss zunächst
überprüft werden, ob eine solche Verschmutzung vorliegt,
die z. B. mit Hilfe eines Brillentuchs schnell beseitigt werden
kann. Lässt sich der Fehler nicht beheben oder liegt ein anderes
Problem vor, einfach beim Hörbuchverlag oder Vertrieb anrufen
und die CD unter Angabe des Titels und der Bestellnummer
reklamieren.
STUDIOTAG
– Hörbücher werden in der Regel in einem professionellen Tonstudio
aufgenommen. Je nach Länge und Aufwand der Produktion
kann die Studiozeit inklusive Postproduktion mehrere Tage dauern
und ist entsprechend kostenintensiv. Bei Produktionen mit einem
einzigen Sprecher dauern die einzelnen Aufnahmesessions
selten länger als vier Stunden, weil selbst bei erfahrenen Sprechern
nach dieser Zeit die Stimme ermüdet und sich Unkonzentriertheiten
einschleichen. Je mehr Sprecher beteiligt sind,
desto länger kann aufgenommen werden. Nach der Aufnahme
wird geschnitten, jeder einzelne Satz kontrolliert, Pausen eingefügt,
Aussetzer und kleine Pannen korrigiert. Ist die Aufnahme
im Kasten, werden Geräusche und Musik eingefügt, bevor die
komplette Produktion nach einem letzten Durchlauf freigegeben
wird.
TONTRÄGER
– Ein Sammelbegriff für Medien zur Speicherung von Sprache
und Musik. Er umfasst die CD, MC, DVD sowie die Vinyl-Schallplatte
in den heute noch gängigen Formaten 7 ", 10 ", und 12 ".
Neu hinzugekommen sind auch SACD (Super-Audio-CD) und
n-CD (networked CD).
VERPACKUNG
– Die geläufigste Verpackung für Hörbücher ist das Jewelcase, eine
durchsichtige Plastikbox für ein bis zwei CDs. Bei drei und mehr
CDs wird in der Regel eine Multibox verwendet. Jewelcase wie
Multibox können durch eine Banderole aus Pappe vor Kratzern
auf dem CD-Tray besonders geschützt werden. Aufwändigere
Verpackungen sind das Digipak (ein sehr stabiler Karton zum Aufklappen
mit eingeklebtem Plastiktray für die CD) oder die CDBox
(stabile Kartonbox mit eingelegten einzelnen CDs).
WIE WIRD AUS EINEM BUCH EIN HÖRBUCH?
– Wenn ein Schriftsteller eine Geschichte als Buch veröffentlicht,
hat sie schon verschiedene Wandlungen hinter sich: aus der
Geschichte des Autors wird die Geschichte seines Lektors, und
aus der Geschichte des Lektors wird die Geschichte eines Lesers.
Ein solcher Leser ist zunächst auch der Produzent oder
Lektor eines Hörbuchs: nur muss er genau überprüfen, wie sich
die vom Autor erdachte Geschichte für einen Zuhörer erzählen
lässt. Eignet sich das Buch überhaupt für eine Hörbuchfassung?
Wie klingt der Satz, den man still gelesen hat, wenn er ausgesprochen
wird? Wie wirkt die Geschichte, wenn man sie einem
„Erzähler“ übergibt? Was muss gekürzt werden? Welche Stimme
verbindet man mit ihr, welcher Schauspieler passt von seinem
Image und seinem Ausdruck zur Sprechrolle? Denn es ist der
Interpretationskunst des Schauspielers oder Sprechers vorbehalten,
der Geschichte des Hörbuchs eine Nuance zu geben,
an die der Leser des Buches nie gedacht hat.
ZIELGRUPPE
– Erste Hörer sind schon Kinder im Krabbelalter, sehr groß ist das
Angebot für Kinder im Kindergartenalter, Vier- bis Sechsjährige
haben die Fähigkeit, konzentriert zu hören und sich vom Stoff
vollkommen fesseln zu lassen, die PISA-Studien haben die große
Bedeutung der Kompetenz „Zuhören und Verstehen“ hervorgehoben.
Stark auch die Gruppe der bis Zehnjährigen; Jugendliche
haben in der Regel andere Interessen, viele Hörer steigen mit
Anfang 20 wieder ein. Hörbuch, allgemeines Medium für alle, die
das sinnliche Erlebnis, die Interpretationskunst schätzen. Nicht zu
unterschätzen nach wie vor der Double-your-time-Effekt, man
kann sich beim Auto-, Zugfahren, Bügeln … unterhalten oder
informieren lassen.
Nach wie vor sind Hörer Leser! Umfragen haben gezeigt, dass
Hörbücher die Bücher weder verdrängen noch ersetzen, sie
werden zusätzlich gekauft! Die Hauptzielgruppe sind laut Umfragen
die 35 – 50-Jährigen, gutverdienend, mit Abitur, Hochschulabschluss.
Außerdem Zielgruppen und Fangemeinden für
SF-, Horror-, Fantasy-Produktionen.
Dieses Hörbuchlexikon wurde zusammengestellt von
© Arbeitskreis Hörbuch, Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
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