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| Hörbuch- & Hörspielpreise |
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Hörspielpreise:
Hörspielpreise sind nicht allein für Rundfunkhörer interessant,
immer wieder werden ausgezeichnete Produktionen als
Hörbücher veröffentlicht, der Preis wirkt wie ein Gütesiegel.
Der Hörspielpreis der Kriegsblinden ist die bedeutendste Auszeichnung
für Autoren deutscher Hörspiele, begründet 1950
vom Bund der Kriegsblinden e. V.. Verliehen wird die undotierte
Auszeichnung jedes Jahr „für ein von einem deutschsprachigen
Sender konzipiertes und produziertes Original-Hörspiel, das in
herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert
und erweitert. Dieses Original-Hörspiel muss im vorausgegangenen
Jahr erstmals ausgestrahlt worden sein.“
Hörspiel des Monats, seit 1977 von der Deutschen Akademie
der Darstellenden Künste in Bensheim vergeben. Ziel des undotierten
Ehrenpreises ist es, der Gattung Hörspiel zu publizistischer
Resonanz und einem kritischen Echo zu verhelfen. Die Auswahl
trifft eine jährlich wechselnde Jury, die aus monatlich etwa zehn
bis zwölf Hörspielursendungen aller ARD-Sender auswählt, aus
den zwölf Hörspielen des Monats wird seit 1987 ein Hörspiel des
Jahres gewählt.
Der DDR-Hörspielpreis wurde jährlich von 1977 – 91 vom Vorsitzenden
des Staatlichen Komitees für Rundfunk in vier Kategorien
verliehen: Hörspielpreis der Hörer, Autorenpreis der Kritiker,
Regiepreis der Kritiker, Sonderpreis der Kritiker. Der DDR-Kinderhörspielpreis
wurde 1981 – 91 in den Kategorien Hörerpreis und
Kritikerpreis ebenfalls vom Staatlichen Komitee für Rundfunk der
DDR vergeben.
Der Deutsche Kinderhörspielpreis ging aus dem Terre des
Hommes-Kinderhörspielpreis hervor, den das entwicklungspolitische
Kinderhilfswerk seit 1985 vergeben hatte. Ab 1994 unter
Trägerschaft der Filmstiftung NRW und der Stadt Wuppertal alle
zwei Jahre vergeben, seit 2005 eingestellt. Neue Träger für den
Preis werden gesucht.
Der Karl-Sczuka-Preis, benannt nach dem Hauskomponisten
des Südwestfunks Baden-Baden Karl Szuka (1900 – 1954), für
„die beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen
musikalische Materialien und Strukturen benutzt“, wurde bei
den Donaueschinger Musiktagen von 1955 – 63 alle zwei Jahre,
seit 1967 jährlich vom Südwestfunk/Südwestrundfunk verliehen.
Kinderhörspielpreis des MDR, seit 1994 alle zwei Jahre vom
Rundfunkrat des Mitteldeutschen Rundfunks an Autoren von
Kinderhörspielen vergeben „für Sendungen, die sich in besonderer
Weise für die Wahrung der Menschenwürde engagieren und
sich dabei vornehmlich an Kinder und Jugendliche wenden.“
In der Jury sitzen auch Vertreter von Kinder- und Jugendinteressenvereinigungen
Mitteldeutschlands, von Kinder- und Jugendtheatern
und der Medienkritik.
Ohrwurm wird von einer Jury aus Hörspielproduzenten, -autoren
und -kennern für Nachwuchsautoren vergeben, initiiert vom sächsischen
Jugendmedienverein Sojus e. V., mit Unterstützung des
MDR; auch Open-Air-Hörspielfestival.
Plopp-Award, „in Anlehnung an jenes Geräusch, das beim unsachgemäßen
Besprechen eines Mikrofons entsteht“, seit dem Jahr
2000 von der Berliner Akademie der Künste vergeben. Er richtet
sich an die „Szene unabhängiger Hörspielmacher“ und wird im
Rahmen eines offenen Wettbewerbs für Autorenproduktion, der
einmal im Jahr stattfindet, vergeben. Seit 2005 gibt es mit dem
Plopp-Doku eine zweite Auszeichnung, die speziell für das Genre
Radio-Feature gedacht ist.
Hörspiel des Jahres/Österreich, das ORF-Hörerpublikum wählt
aus der Jahresproduktion des ORF.
Prix Suisse, eine Kritikerjury zeichnet die besten SRG-SSRProduktionen
des Jahres aus, dient auch der Selektion für den
Prix Italia.
Prix Italia, der älteste und traditionsreichste Radio-, Fernseh- und
Web-Wettbewerb, 1948 ins Leben gerufen, 75 öffentlich-rechtliche
und private Radio- und Fernsehstationen sind Partner und
ständige Mitglieder des international renommierten Preises und
repräsentieren 60 Länder in fünf Kontinenten; in der Kategorie
Radio gibt es Preise für Produktionen in den Bereichen Drama
(Hörspiele), Dokumentation (Kultur und Aktuelles) und Musik. Die
Teilnehmerliste des Prix Italia liest sich wie das literarische „Who is
Who“ des 20. Jahrhunderts: Autoren wie Jean Anouilh, Heinrich
Böll, Bert Brecht, Jean Cocteau, Max Frisch oder Umberto Eco
haben Arbeiten eingereicht; zu den Siegern zählen unter anderem
Samuel Beckett und Eugène Ionesco.
Prix Europa, ein europäischer Fernseh-, Hörfunk- und Internet-
Wettbewerb, 1987 in Berlin gegründet. Veranstalter sind der Europarat,
die Europäische Kommission, das Europäische Parlament
und die Europäische Kulturstiftung, die Länder Berlin und Brandenburg
sowie zwölf weitere Partner aus dem Medienbereich, darunter
der RBB, ARTE und das ZDF. Hörfunkpreise werden u.a. für Best
European Radio Documentary und Best European Radio Drama
verliehen.
Hörbuchpreise:
Deutscher Hörbuchpreis, seit 2003 jährlich im Rahmen der
lit.Cologne durch den WDR an Bearbeiter, Regisseure und Interpreten
der besten Hörbücher des Vorjahres verliehen, das Preisgeld
beträgt insgesamt 23.300 Euro. Kategorien: Beste Unterhaltung,
Beste Information, Beste Interpretation, Das besondere
Hörbuch, Best of All. Die Liste der nominierten Produktionen ist
als Plakat im Buchhandel erhältlich.
hr2 Hörbuchbestenliste, eine Initiative des Börsenblatts für den
Deutschen Buchhandel und des Hessischen Rundfunks, wird seit
1997 monatlich herausgegeben. 22 Juroren, zu denen Kritiker der
großen deutschsprachigen Zeitungen und Zeitschriften, Schriftsteller
und andere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens gehören,
wählen besonders hörenswerte neuerschienene Hörbücher aus.
Die Kinder- und Jugendhörbuchliste wird auch von der Bundesprüfstelle
für jungendgefährdende Schriften empfohlen. Plakate für
den Buchhandel, die auch dem BöBla beiliegen.
Hörkules (auch HörKules), vom Buchhandel gestiftet, Publikumspreis,
von 2001 - 2006 auf der Leipziger Buchmesse mit Unterstützung
des MDR verliehen. Seit 2007 wird der Hörkules im Rahmen der lit.Cologne zusammen
mit dem Deutschen Hörbuchpreis verliehen. 2008 wurde erstmals der Kinderhörbuch-Preis Hörkulino vergeben.
Die Gewinner werden auf Grundlage
einer Umfrage ermittelt, in der Leser und Hörer per E-Mail und
Postkarte aus 100 Vorschlägen jeweils fünf Wunschtitel auswählen
können.
IfaK CD/MC des Monats, Institut für angewandte Kindermedienforschung,
Teil einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung der
Hochschule der Medien Stuttgart weist auf Kindermedienproduktionen
hin, die künstlerisch und pädagogisch gelungen oder besonders
auszeichnenswert sind; seit 1998 empfiehlt das IfaK in
einer regelmäßigen Kolumne im Bulletin Jugend & Literatur die
CD/MC des Monats. Ausgewählt werden „Hörspiele, Lesungen,
Liedersammlungen oder musikalische Produktionen, die durch
ihre künstlerische Qualität, durch inhaltliche oder ästhetische Originalität
aus der Masse des Angebots herausragen, die Kindern
Impulse geben, zur Erweiterung der Weltsicht wie der Hörerfahrungen.
Dabei sollen vor allem die Bedürfnisse der Hauptzielgruppe,
nämlich der Kinder im Alter von drei bis acht Jahren Berücksichtigung
finden.“ Außerdem gibt das IfaK Empfehlungslisten heraus
und stellt Novitäten vor.
Leopold, initiiert vom Verband deutscher Musikschulen, um die
Qualität der Musik für Kinder zu fördern, verliehen alle zwei Jahre
in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend. Ebenfalls verliehen werden der
Preis der Kinderjury „Poldi“ und das Prädikat „Empfohlen vom
Verband deutscher Musikschulen“.
Hör-Buch des Monats, Auszeichnung des Seminars für Allgemeine
Rhetorik der Universität Tübingen, seit August 1999 an ein
Hörbuch verliehen, „das die Aufmerksamkeit des Publikums verdient.
Ausgewählt werden Titel, die inhaltlich Akzente setzen, in
der sprecherischen Leistung und in der technischen Realisierung
aus dem Gros des Angebots herausragen. Damit wendet sich
das Seminar für Allgemeine Rhetorik einem Bereich des Literaturmarktes
zu, der nur eine historische Modifikation bekannter rhetorischer
Praktiken darstellt, um auf diese Weise die Kritik des
gesprochenen Wortes anzuspornen.“
Preis der deutschen Schallplattenkritik, 1980 von einer Gruppe
von Schallplattenkritikern gegründet, die sich 1988 zu einem unabhängigen
eingetragenen Verein zusammenschlossen; knüpft an
die Tradition des gleichnamigen ersten deutschen Schallplattenpreises
an, der im Jahre 1963 von dem Bielefelder Verleger
Richard Kaselowsky gestiftet wurde. Aufgabe des Preises ist es,
die Öffentlichkeit auf herausragende Aufnahmen des Tonträgerund
Bildtonträgerangebots aufmerksam zu machen. Die Jury vergibt
mit den Bestenlisten (früher Vierteljahrespreise) nicht allein
Auszeichnungen für Musikproduktionen, sondern auch für Hörbücher,
aus den Bestenlisten werden die Jahrespreisträger ermittelt.
Eine Zusammenstellung von
© Arbeitskreis Hörbuch, Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
Eine Aktualisierung auf den neuesten Stand erfolgt durch Ohrbuch - Die Hörbuchhandlung.
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